Rückblick ERFA-Event: Vibe Coding live – Von der Prozessidee zur App in Minuten

Letzten Donnerstag hat Beetroot zum ERFA-Event mit dem Thema Vibe Coding eingeladen. Gemeinsam mit unseren Teilnehmenden warfen wir einen Blick darauf, wie sich der Umgang mit KI gerade verändert.

KI findet vielerorts Anwendung im Schreiben von Texten oder für Recherchearbeiten. Mittlerweile werden mit ihr zudem vermehrt konkrete, verwendbare Artefakte erstellt. Im Bereich der Softwareentwicklung birgt der Einsatz von KI riesiges Potenzial und die Entwicklung schreitet entsprechend schnell voran. Code schreibt man heute kaum noch von Hand, sondern generiert ihn zunehmend mit KI. Die Einstiegshürde sinkt. Damit verändert sich auch, wer digitale Lösungen bauen kann.

Vom Coden zum Steuern

Mit den neuen technologischen Änderungen wandelt sich auch die Rolle des Menschen. Fleissarbeit fällt weg, aber die Verantwortung bleibt. Analyse, bedachte Steuerung und Kontrolle werden immer wichtiger. Denn mit Hilfe von KI kann praktisch jede und jeder schnell eine Lösung bauen. Compliance und Governance gehen im Eifer oft verloren. Genau diese Punkte haben wir im Event praktisch aufgegriffen und gezeigt, wie sich die neuen Möglichkeiten verantwortungsvoll nutzen lassen.

Im Live-Build-Teil griffen wir einen Use Case aus dem Publikum auf: eine Segelschiffsharing-Lösung. Gemeinsam mit den Teilnehmenden entwickelten wir die Idee Schritt für Schritt weiter und zeigten, wie daraus innerhalb kurzer Zeit ein erster funktionierender Prototyp entsteht. Gleichzeitig wurde sichtbar, welche fachlichen, technischen und organisatorischen Fragen bereits in dieser frühen Phase geklärt werden müssen.

Chancen und Realität gleichzeitig denken

Die Möglichkeiten liegen auf der Hand: Ideen lassen sich schneller testen, Prototypen ersetzen lange Konzeptphasen und Fachbereiche können ihr Prozesswissen direkt in Lösungen übersetzen. Aber wenn plötzlich viele Personen in der Lage sind, eigenständig Anwendungen zu entwickeln, entsteht eine neue Dynamik in Organisationen. Oft schneller, als Strukturen und Verantwortlichkeiten nachkommen.

  • Lösungen entstehen parallel und ohne Abstimmung
  •  Unterschiedliche Tools werden unkoordiniert eingesetzt
  • Daten werden unklar gespeichert oder verarbeitet
  • Verantwortung und Betrieb sind nicht geregelt

Leitplanken statt Verbot

Ein zentrales Fazit aus dem Event: Vibe Coding ist ein wertvolles Werkzeug, das im richtigen Umgang grosse Chancen bietet. Es bedingt aber, dass Organisationen klare Rahmenbedingungen schaffen. Unter anderem sollten Organisationen folgende Fragen klarstellen:

  • Welche Tools sind erlaubt?
  •  Welche Daten dürfen verwendet werden?
  •  Welche Anwendungsfälle passen?
  •  Wer übernimmt Verantwortung für Betrieb und Weiterentwicklung?

Wie es weitergeht

Vibe Coding hat den Sprung aus den Tech-Demos in den Arbeitsalltag geschafft. Organisationen können damit einen neuen Zugang zur Digitalisierung schaffen. Näher am Problem, schneller im Ausprobieren und konkreter in der Umsetzung. KI ersetzt weder fachliches Verständnis noch Verantwortung. Ihren Wert entfaltet sie dort, wo Technologie, Menschen und Prozesse sinnvoll zusammenspielen. Die nächsten Monate werden zeigen, wie sich diese neue Art des Arbeitens etabliert und welche Anwendungsfälle daraus entstehen.

Wenn du dich mit uns zu Vibe Coding, KI oder konkreten Anwendungsfällen austauschen möchtest: Wir freuen uns auf das Gespräch. Hier findest du die Kontaktdaten von Tobi und Andi.

Wenn du tiefer in das Thema KI eintauchen willst:

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